Erstellt am:21.06.2025- Zuletzt aktualisiert:23.07.2025
Chronische Schmerzen, Fibromyalgie und Migräne – für viele Menschen bedeuten diese Diagnosen einen langen Leidensweg voller Unsicherheit, Einschränkungen und vergeblicher Therapieversuche. Lorenz Werner, heute 44 Jahre alt, kennt diesen Weg nur zu gut. Über Jahre hinweg bestimmten Schmerzen, Müdigkeit und wiederkehrende Migräneattacken seinen Alltag. Erst die Therapie mit Medizinalcannabis brachte für ihn die ersehnte Wende. Der folgende Bericht beleuchtet, wie sich sein Leben durch die Medizinalcannabis-Therapie verändert hat, welche Hürden er überwinden musste und warum er heute für mehr Offenheit und Aufklärung plädiert.
Ja, mein Name ist Lorenz W. und ich bin beim Dr. Huse in Behandlung und bin da wegen der Fibromyalgie, die bei mir vor vielen Jahren, ich glaube 31 32 diagnostiziert wurde. Heute bin ich 44 und habe da eine ziemliche Rally hinter mir mit verschiedenen Medikamenten. Bei mir wurde dieses. Jetzt komme ich nicht auf den Namen das war gegen gegen Rheuma.
Dieses Medikament Methotrexat. Das war ziemlich unangenehm. Das wurde erst verwendet. Danach bin ich dann zu Frau Dr. Peschek gekommen, weil das damit nicht besser wurde. Mit den Schmerzen. Die hat dann die Fibromyalgie diagnostiziert und mir erst mal später Oxycodon verschrieben, mit allen Nebenwirkungen, die ich dadurch haben konnte. Später wurde dann ein Antrag gestellt auf eine Cannabisgenehmigung. Die wurde dann auch genehmigt, weil von der Opiumstelle und.
Danach hat der Dr. House die Behandlung weiter übernommen, als die Frau Dr. Peschek in Rente gegangen ist. Und jetzt bin ich hier und habe jetzt seit ein paar Jahren einzig und allein Cannabis als Medikament, komme damit super klar und habe meine Schmerzen im Griff. Also zum einen sind das diffuse Schmerzen, die ich so in den Händen, Unterarmen, Beinen und so habe.
Und zum anderen ist das halt Müdigkeit und solche Symptome wie dass man einfach schlapp ist, sich nicht konzentrieren kann. Und auch wenn es paradox klingt, mit Cannabis kann ich mich doch besser konzentrieren. Also in meinem Freundeskreis gab es da wenig Vorurteile. Ich glaube eher, dass das auch viel Akzeptanz auch gestoßen ist. So, das war damals ja noch gar nicht möglich auf Rezept zu verschreiben und naja, ich hab da eigentlich wenig, bis ich Gegenwind gab.
Man hat sich erst mal ein bisschen komisch gefühlt, als man das erste Mal in Apotheke die Dose in die Hand gedrückt bekommen hat und dachte, wenn ich jetzt gleich verhaftet. Aber ansonsten? Nein, eigentlich habe ich da nie negative Erfahrungen gemacht. Also ich würd persönlich sagen, dass Cannabis kann ich im Leben integrieren und so was wie Oxycodon und so, das integriert mich ins Leben.
Also wenn ich da morgens die Dosis nicht gehabt habe oder so, dann bin ich erst mal wieder heim gefahren, weil ich die vergessen hatte oder so, weil das einfach nicht tragbar ist oder so. Wenn ich jetzt das Cannabis morgens mal vergesse oder so, dann werde ich nicht verrückt so das es ist dann einfach so ne dann ich fühle mich komplett und eingeschränkt im Leben von ich bin todkrank hat sich das die letzten Jahre gewechselt?
So ich fühle mich gesund wieder. Ich kann wieder am Leben teilnehmen, ich kann morgens was machen. Ich bin jetzt nicht total zerknautscht hier, sodass eigentlich ja doch was sind das Schönste daran, dass man wirklich nicht diese Müdigkeit hat die ganze Zeit, wie man die mit den anderen Medikamenten hatte. Ganz Nebenwirkungen wie Verstopfungen und so, die habe ich nicht.
Also das gibt es da nicht. Beim Cannabis für mich. Ich bin jetzt dabei zu imkern, macht das Seiten kurz mit wenigen Jahren und freue mich da tierisch drauf, diese Saison jetzt da durchzustarten und ja, die Arbeiten auch vernünftig erledigen zu können, weil mich meine Krankheit doch nicht daran hindert. Also ich finde es schön, wenn man halt wirklich von Anfang an auch mal das Cannabis nicht als letzte Option nehmen könnte, sondern vielleicht auch als erste Option, damit man nicht diesen Leidensweg erst mal geht und die ganzen Opiate durchprobiert und sämtliche Nebenwirkungen hat, die die bringen.
Das Methotrexat hat mir auch nicht, im Gegenteil, das war sehr unangenehm damals und hätte man direkt mal Cannabis versucht, könnte ich mir vorstellen, dass das funktioniert hätte. So ja.
Lorenz Werner erhielt die Diagnose Fibromyalgie bereits im Alter von Anfang dreißig. Die ersten Beschwerden traten jedoch schon Jahre zuvor auf: diffuse Schmerzen in den Gliedmaßen, ständige Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und immer wieder Phasen, in denen selbst alltägliche Aufgaben unmöglich erschienen. Hinzu kamen regelmäßig starke Migräneanfälle, die ihn für Stunden oder Tage außer Gefecht setzten.
Wie bei vielen Betroffenen war der Weg zur richtigen Diagnose lang und von Unsicherheit geprägt. Zahlreiche Arztbesuche, verschiedene Untersuchungen und der Ausschluss anderer Erkrankungen zogen sich über Jahre hin. Die Symptome wurden zunächst oft als psychosomatisch abgetan, was zu zusätzlicher Verunsicherung und sozialem Rückzug führte. Erst die spezialisierte Diagnostik brachte Klarheit: Fibromyalgie – eine Erkrankung, die bis heute noch nicht vollständig verstanden ist und deren Behandlung große Herausforderungen birgt.
Das Leben mit Fibromyalgie und chronischen Schmerzen ist für Betroffene wie Lorenz Werner eine tägliche Herausforderung. Die Nächte waren häufig von Schlafstörungen und Schmerzen unterbrochen, das morgendliche Aufstehen fiel schwer. Schon einfache Tätigkeiten wie Anziehen, Einkaufen oder ein Spaziergang wurden zu enormen Anstrengungen. Die ständigen Schmerzen führten zu Erschöpfung, Gereiztheit und dem Gefühl, im eigenen Körper gefangen zu sein.
Besonders belastend waren die wiederkehrenden Migräneanfälle. Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit und pulsierende Kopfschmerzen bestimmten dann den Alltag. Die Kombination aus Fibromyalgie, Migräne und chronischen Schmerzen führte zu einem Teufelskreis aus Anspannung, Angst vor der nächsten Attacke und sozialer Isolation. Viele Freundschaften zerbrachen, weil das Verständnis für die unsichtbare Krankheit fehlte.
Wie viele Betroffene suchte Lorenz Werner jahrelang nach einer wirksamen Behandlung. Die konventionellen Therapien umfassten zunächst Medikamente gegen Rheuma wie Methotrexat, später starke Schmerzmittel wie Oxycodon. Anfangs zeigten einige Präparate eine gewisse Wirkung, doch mit der Zeit nahmen die Nebenwirkungen zu, während die Wirksamkeit nachließ.
Die Nebenwirkungen der Medikamente waren vielfältig: starke Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Konzentrationsprobleme und ein generelles Gefühl der Benommenheit bestimmten den Alltag. Besonders belastend war die Abhängigkeit von Opiaten: Ohne die morgendliche Dosis war an einen normalen Tagesablauf nicht zu denken. Lorenz Werner berichtet, dass er bei vergessener Einnahme von seinem Opioid sogar nach Hause zurückkehren musste, weil die Schmerzen sonst unerträglich wurden. Die Hoffnung auf eine dauerhafte Verbesserung schwand mit jedem weiteren Therapieversuch.
Auch alternative Ansätze wie Physiotherapie, Akupunktur und Entspannungsverfahren brachten nur vorübergehende Linderung.
Erst durch den Kontakt zu einer spezialisierten Schmerzpraxis kam der Gedanke an Medizinalcannabis als Therapieoption auf. Nach ausführlicher Aufklärung und sorgfältiger Prüfung der Indikation wurde die Behandlung eingeleitet. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn auch heute noch gibt es Vorurteile und Unsicherheiten gegenüber Medizinalcannabis als Therapieoption – sowohl bei Ärzt:innen als auch im sozialen Umfeld.
Der Antrag auf eine Therapie mit Medizinalcannabis wurde schließlich von der zuständigen Stelle bewilligt. Herr Werners personalisierte Therapie mit Medizinalcannabis wurde eng von seinem behandelnden Arzt begleitet. Er begann die Therapie mit einer niedrigen Dosis, die langsam gesteigert wurde, um Nebenwirkungen zu vermeiden und die optimale Wirkung zu erzielen. Die Auswahl des Präparats erfolgte individuell und orientierte sich an den vorherrschenden Symptomen – Fibromyalgie, Migräne und chronische Schmerzen.
Bereits nach wenigen Wochen zeigte sich eine spürbare Verbesserung der Symptome von Herrn Werner. Die Schmerzintensität nahm ab, die Migräneanfälle wurden seltener und weniger heftig, und auch die Schlafqualität verbesserte sich deutlich. Besonders bemerkenswert war, dass viele der zuvor eingenommenen Medikamente reduziert oder ganz abgesetzt werden konnten. Die Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Verdauungsprobleme gingen zurück.
Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmitteln zeigte Medizinalcannabis ein günstiges Nebenwirkungsprofil. Gelegentliche Mundtrockenheit oder leichter Schwindel traten auf, waren aber gut beherrschbar.
Auch die Lebensfreude von Herr Werner kehrte zurück: Aktivitäten, die zuvor unmöglich erschienen, wurden wieder Teil seines Alltags. Spaziergänge, Treffen mit Freunden oder kleinere Reisen waren wieder möglich. Seine Angst vor der nächsten Schmerzattacke verlor an Macht, wodurch er sein Selbstvertrauen wieder zurückgewinnen konnte.
Ein entscheidender Vorteil der Medizinalcannabis-Therapie war für Lorenz Werner die einfache Anwendung in den Alltag. Während Opiate seinen Tagesablauf bestimmten, konnte er die Dosierung und Einnahme von Medizinalcannabis flexibel und individuell anpassen. Selbst wenn er die Einnahme einmal vergaß, kam es im Gegensatz zu den Opiaten nicht zu plötzlichen Beschwerden
Mithilfe der Medizinalcannabis-Therapie kann Herr Werner nun wieder am Leben teilnehmen. Er hat mehr Energie und neue Lebensfreude gewonnen, sodass seine Krankheit ihn nun nicht mehr hindert aktiv zu sein und seinem neuen Hobby, dem Imkern nachzugehen.
Trotz der positiven Erfahrungen blieb das gesellschaftliche Stigma rund um Medizinalcannabis ein Thema. Im Freundes- und Familienkreis gab es sowohl Unterstützung als auch Skepsis. Besonders unter älteren Generationen und in Teilen der Ärzteschaft herrschten weiterhin Vorurteile – oft basierend auf Unwissenheit oder mangelnder Aufklärung.
Herr Werner machte aber auch positive Erfahrungen: Durch seine Offenheit, Gespräche und Aufklärung zu seiner Therapie mit Medizinalcannabis hat er es geschafft Unsicherheiten in seinem Umfeld abzubauen. Die Akzeptanz wuchs mit dem sichtbaren Therapieerfolg. Beim ersten Besuch in der Apotheke fühlte sich die Abholung der Cannabis-Dose noch ungewohnt an, doch negative Erfahrungen blieben aus.
Ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg war die enge und kontinuierliche ärztliche Begleitung. Die behandelnden Ärzt:innen nahmen sich viel Zeit für Gespräche, passten die Dosierung regelmäßig an und standen bei Fragen oder Unsicherheiten zur Verfügung. Die Therapie wurde stets individuell angepasst – nicht nur an die körperlichen Symptome, sondern auch an die psychische Verfassung und die Lebenssituation.
In offenen Gesprächen mit seinen Ärzt:innen konnte Herr Werner auch kritische Fragen stellen und seine Rückmeldungen wurden ernst genommen. Dieser respektvollen Austausch und die ärztliche Begleitung hat für den Therapieerfolg maßgeblich beigetragen.
Die positiven Erfahrungen von Lorenz Werner werden durch eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien gestützt. Untersuchungen zeigen, dass Medizinalcannabis bei chronischen Schmerzen, Fibromyalgie und Migräne die Schmerzintensität signifikant senken, die Lebensqualität verbessern und den Bedarf an anderen Medikamenten reduzieren kann.1 Auch die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen lässt sich durch eine individuell abgestimmte Medizinalcannabis-Therapie verringern.2
Zudem belegen Studien, dass das Nebenwirkungsprofil von Medizinalcannabis günstig ist. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schwindel, Müdigkeit und Mundtrockenheit. Treten Nebenwirkungen auf, lassen sich diese meist durch eine Dosisanpassung und Verringerung der Anwendungsfrequenz minimieren.3
Ein weiterer wichtiger Aspekt war für Lorenz Werner der Austausch mit anderen Betroffenen. In Selbsthilfegruppen, Online-Foren und bei Reha-Maßnahmen bildete er für sich ein Netzwerk, das ihm nicht nur Informationen, sondern auch emotionale Unterstützung bot. Der offene Austausch über Erfahrungen mit Medizinalcannabis, Dosierung, Nebenwirkungen und Alltagserfahrungen half, Unsicherheiten abzubauen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Viele Betroffene berichteten ähnliche Erfahrungen: Nach Jahren erfolgloser Therapien brachte erst die Cannabistherapie eine spürbare Verbesserung. Der Erfahrungsaustausch bestärkte ihn darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und sich nicht von Vorurteilen oder bürokratischen Hürden entmutigen zu lassen.
Der Weg zur Therapie mit Medizinalcannabis war nicht immer einfach. Die Beantragung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse war langwierig und aufwendig. Immer wieder musste Herr Werner Gutachten, ärztliche Stellungnahmen und Dokumentationen einreichen. Nicht selten kam es zu Ablehnungen oder Nachfragen durch die Krankenkasse, wodurch der Prozess verzögert wurde.
Auch die Versorgung mit Medizinalcannabis war nicht immer reibungslos. Lieferengpässe, unterschiedliche Präparate und die Suche nach der optimalen Dosierung erforderten Geduld und Durchhaltevermögen. Dennoch überwogen für Lorenz Werner die positiven Effekte deutlich.
Für den nachhaltigen Therapieerfolg war ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend. Neben der medikamentösen Behandlung mit Medizinalcannabis spielten auch Bewegung, Entspannungstechniken, eine ausgewogene Ernährung und psychische Stabilität eine zentrale Rolle. Die Kombination aus verschiedenen Ansätzen ermöglichten es ihm, seine Lebensqualität langfristig zu stabilisieren und Rückschläge besser zu bewältigen.
Die Erfahrung zeigt: Medizinalcannabis ist kein Wundermittel, aber ein wichtiger Baustein in der Behandlung komplexer Schmerzsyndrome wie Fibromyalgie und Migräne. Eine personalisierte Therapie, die enge ärztliche Begleitung und die Offenheit für alternative Therapieoptionen sind entscheidend für den Erfolg.
Herr Werners Erfahrung verdeutlichen, wie wichtig weitere Forschung, Aufklärung und gesellschaftliche Akzeptanz rund um Medizinalcannabis sind. Noch immer gibt es bürokratische Hürden, Unsicherheiten in der Ärzteschaft und Vorurteile in der Gesellschaft. Gleichzeitig profitieren immer mehr Menschen von der Therapie – besonders dann, wenn klassische Ansätze versagen.
Die Zukunft der Schmerztherapie liegt in einem individuellen, patientenzentrierten und ganzheitlichen Ansatz. Medizinalcannabis kann dabei für viele Betroffene eine echte Chance bedeuten – vorausgesetzt, die Therapie erfolgt unter ärztlicher Begleitung, wird regelmäßig überprüft und in ein umfassendes Behandlungskonzept eingebettet.
1 Stella B, Baratta F, Della Pepa C, Arpicco S, Gastaldi D, Dosio F. Cannabinoid Formulations and Delivery Systems: Current and Future Options to Treat Pain. Drugs. 2021 Sep;81(13):1513-1557. doi: 10.1007/s40265-021-01579-x. Epub 2021 Sep 4.
Hameed M, Prasad S, Jain E, Dogrul BN, Al-Oleimat A, Pokhrel B, Chowdhury S, Co EL, Mitra S, Quinonez J, Ruxmohan S, Stein J. Medical Cannabis for Chronic Nonmalignant Pain Management. Curr Pain Headache Rep. 2023 Apr;27(4):57-63. doi: 10.1007/s11916-023-01101-w. Epub 2023 Mar 10.
2 Okusanya BO, Lott BE, Ehiri J, McClelland J, Rosales C. Medical Cannabis for the Treatment of Migraine in Adults: A Review of the Evidence. Front Neurol. 2022 May 30;13:871187. doi: 10.3389/fneur.2022.871187.
Aviram J, Vysotski Y, Berman P, Lewitus GM, Eisenberg E, Meiri D. Migraine Frequency Decrease Following Prolonged Medical Cannabis Treatment: A Cross-Sectional Study. Brain Sci. 2020 Jun 9;10(6):360. doi: 10.3390/brainsci10060360.
3 Stella B, Baratta F, Della Pepa C, Arpicco S, Gastaldi D, Dosio F. Cannabinoid Formulations and Delivery Systems: Current and Future Options to Treat Pain. Drugs. 2021 Sep;81(13):1513-1557. doi: 10.1007/s40265-021-01579-x. Epub 2021 Sep 4.
Gottschling S, Ayonrinde O, Bhaskar A, Blockman M, D'Agnone O, Schecter D, Suárez Rodríguez LD, Yafai S, Cyr C. Safety Considerations in Cannabinoid-Based Medicine. Int J Gen Med. 2020 Dec 1;13:1317-1333. doi: 10.2147/IJGM.S275049. PMID: 33299341; PMCID: PMC7720894.
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Die Studienlage ist noch begrenzt und nicht eindeutig, weshalb sich die medizinische Fachwelt uneinig ist. Es gibt einzelne Hinweise auf die Reduktion der Migränehäufigkeit, sowie die Linderung der Beschwerden, aber für eine offizielle Empfehlung werden weitere Studien benötigt.1,2
1 Okusanya BO, Lott BE, Ehiri J, McClellandJ, Rosales C. Medical Cannabis for the Treatment of Migraine in Adults: AReview of the Evidence. Front Neurol. 2022 May 30;13:871187. doi:10.3389/fneur.2022.871187. PMID: 35711271; PMCID: PMC9197380.
2 Aviram J, Vysotski Y, Berman P, LewitusGM, Eisenberg E, Meiri D. Migraine Frequency Decrease Following ProlongedMedical Cannabis Treatment: A Cross-Sectional Study. Brain Sci. 2020 Jun9;10(6):360. doi: 10.3390/brainsci10060360. PMID: 32526965; PMCID: PMC7348860.
Die Zurückhaltung der Ärzt:innen liegt an der noch unklaren Studienlage. Krankenkassen genehmigen eine Therapie mit Medizinalcannabis bei Migräne nur selten, weshalb Ärzt:innen eher auf etablierte Therapien setzen.
Eine Therapie mit Medizinalcannabis kann bei Migräne eingesetzt werden, wenn alle anderen konventionellen Therapien versagt haben oder unverträglich waren. Bei chronischer Migräne mit sehr starken Einschränkungen können die Aussichten besser sein.
Die Kosten für Cannabisblüten oder -extrakte aus der Apotheke betragen meist mehrere hundert Euro pro Monat. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist bei Migräne als alleiniger Indikation sehr schwierig zu erreichen.
Neurolog:innen, Schmerztherapeut:innen oder spezialisierte Cannabis-Ärzt:innen sind oft aufgeschlossener als Hausärzt:innen. Wichtig sind umfassende Unterlagen über bisherige erfolglose Therapien, um die medizinische Notwendigkeit zu belegen.
Für akute Anfälle eignet sich die Inhalation via Vaporizer wegen der schnellen Wirkung. Für die Prophylaxe werden oft Öle oder Extrakte verwendet, die länger wirken, aber langsamer anfluten.3
3 Grotenhermen F. Pharmacokinetics andpharmacodynamics of cannabinoids. Clin Pharmacokinet. 2003;42(4):327-360. doi:10.2165/00003088-200342040-00003
Patient:innen berichten von weniger Nebenwirkungen mit Medizinalcannabis als durch starke Schmerzmittel. Allerdings fehlen noch Langzeitstudien zum direkten Vergleich der Risiken und Nebenwirkungen. Die Therapie mit Medizinalcannabis sollte immer ärztlich begleitet werden.
Bei Inhalation kann Cannabis binnen Minuten wirken und möglicherweise die Schmerzspitze dämpfen.4,5 Ob es eine akute Migräne komplett stoppt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich und nicht bei allen Patient:innen der Fall.
4 Lucas CJ, Galettis P, Schneider J. Thepharmacokinetics and the pharmacodynamics of cannabinoids. Br J Clin Pharmacol.2018 Nov;84(11):2477-2482. doi: 10.1111/bcp.13710. Epub 2018 Aug 7. PMID:30001569; PMCID: PMC6177698.
5 Romero-Sandoval EA, Kolano AL,Alvarado-Vázquez PA. Cannabis and Cannabinoids for Chronic Pain. Curr RheumatolRep. 2017 Oct 5;19(11):67. doi: 10.1007/s11926-017-0693-1. PMID: 28983880.